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Remo
Rusca

Quellenmensch · Gastgeber · Integral.

Seit meiner Lehre mit Berufsmatura von 1994 bis 1997 suche ich nach Wegen, wie Menschen, Organisationen und Orte in ihren Regionen lebendiger zusammenwirken können. Dass das Halten von Unterschieden dabei so bedeutend ist, hätte ich zu Beginn nicht gedacht. Lange wusste ich nicht, weshalb mich stets etwas Neues antrieb. Die Antwort fand ich an der Quelle und im Annehmen von Krisenmomenten. Das Integrieren ist ein Weg. Daraus entstand der Erkenntnissatz: Im Wandel Heimat finden — als innerliches «Coming Home» verstanden. Mit dem eigenen Weg gehen, wurde die Quellenenergie ruhiger. Das Auseinandersetzen mit Vertrauen, Haltung, Quelle und Resonanz verdichtet eine Kraft, die unterscheiden und verbinden will und mit wachsender Erfahrung mehr halten kann. Daraus wächst ein integrales Kulturverständnis, das allen Formen Raum gibt und Menschen ihr Verantworten zutraut — als Absicht und Herausforderung zugleich. Denn Vielfalt will durch Unterschiede gehalten werden — jetzt.

Mein Weg

Eine innere Bewegung,
die sich in äusseren Projekten
ausdrückt.

Keine CV-Wand. Eine Linie, auf der sichtbar wird, wie aus einer ungestümen Quellenenergie über Jahrzehnte ein bewussteres Dienen beim Entwickeln, Verbinden und integralen Wirken wurde und heute mitgestaltet, weil das Dazwischen von/mit Menschen die Vielfalt nährt.

Erstes Ausbilden

Banking — Eintritt in die Arbeitswelt

Erste Berührung mit Strukturen, Erwartungen und der Frage: Wie will ich in der Welt wirken? Die Quellenenergie ist da, jedoch noch stark in der Zivilgesellschaft und Kultur im Geburtsort und über die Jugendparlamente auch in Zürich und Bern. Jahrzehnte später wurde klar, dass dort in der Arbeit eine wichtige innere Wunde berührt wurde. Es zeigt sich eine Überforderung.

Angestellt Wirken

Kultur/Events · Sponsoring · Reputation · Research

Erfahrungen in unterschiedlichen Kontexten. Kommunikation, Marke, Strategie. Viel Lernen über das, was zwischen Menschen und Organisationen alles möglich und auch verwehrt bleibt — und was Kommunikation leisten kann und was nicht.

Selbständig sein

Haltung · Positive Psychologie · Beratung · Moderation

Die Quellenenergie drängt in Eigenverantwortung. Projekte entstehen — manche gelingen, manche scheitern lehrreich. Die Bereitschaft, eigene Ideen zu wagen, wächst zusammen mit dem Respekt vor Komplexität. Das Beraten wächst mit dem Integrieren. Die Überforderung im Begleiten mit dem sich den leisen, wie lauten Spannungen stellen.

Regionales Entwickeln

VillageOffice · Lichtensteig · Macherzentrum · Toggenburg

Was tut ein Mensch, wenn er erkennt, dass Entwicklung nicht nur in Organisationen, sondern auch an Orten und Regionen stattfindet? Er bringt das Neue in Bewegen und lernt im Zuhören. Lichtensteig wird Heimat und Labor zugleich. Um auch im Sarganserland, im Bieler-Seeland und im Baselbiet Bewegungen zu unterstützen, um via SECO/ROR/Regiosuisse die Erkenntnisgeschenke zu teilen.

Reifen

Selbstorganisation · Innerwork · Partizipation · Quellenprinzipien

Nach der Art of Hosting Weiterbildung, intensiver Innerwork und der Begegnung mit Selbstorganisation, Partizipationsdynamik und Quellenprinzipien entstand eine Kraft, die bewusster, dienender, integrierender und doch auch klar Spannungen anspricht. Auch wenn es zu Unterverständnis führt. Denn Quelle zählt genauso wie Vertrauen, Haltung und Resonanz zum Herzen der Partizipationsdynamik.

Gegenwart

SMART Identity · Machergeist · Konferenz Integrales Management

Gastgeber der Konferenz Integrales Management 2026 im Klanghaus Toggenburg. Initiator von SMART Identity und Machergeist. Mensch aus der Ostschweiz mit Tessiner Wurzeln — der Verbindungen stiftet, wo andere Unterschiede sehen und Brücken bauen. Vielfalt baut keine Brücke, sie erkennt die Trennung und verbindet die Unterschiede. Weil die Menschwerdung Vielfalt braucht. Als Quellenperson nimmt er sich zurück und gestaltet mit.

Quellenenergie

Viele Ideen. Eine Kraft dahinter.

Ich hatte früh viele Ideen, Impulse und Projektenergien. Lange war diese Kraft nicht bewusst integriert. Sie führte zu Abenteuerlust, Selbständigkeit, Gründungen, Pionierprojekten und auch zu Überforderung.

Durch die Beschäftigung mit Quellenprinzipien, dem Herzen der Partizipationsdynamik, Selbstorganisation und integraler Praxis wurde diese Energie reifer, bewusster und dienender.

Heute verstehe ich: Diese Quellenenergie ist nicht mein Besitz. Sie ist eine Kraft, die geliehen ist und durch mich hindurch will — in Richtung Quelle, Haltung, Vertrauen und Resonanz, um Mensch zu sein.

Das ist keine esoterische Aussage. Es ist eine nüchterne Beobachtung nach über 30 Jahren Arbeit mit Menschen, Organisationen und Orten.

Früher

Viele Projekte. Viel Energie. Wenig Kohärenz. Die Quellenenergie als Überforderung — und als Antrieb.

Wendepunkt

Begegnung mit Quellenprinzipien, Partizipationsdynamik und integralem Management. Die Energie bekommt einen Namen.

Heute

Räume öffnen. Sauber unterscheiden was ist. Entwicklung anstossen. Gastgeber sein — für Menschen, Prozesse und Orte.

Erkenntnisgeschenke

Impulse für Menschen,
die ähnliches spüren.

Keine Blogmaschine. Kuratierte Impulse — aus dem, was sich auf dem Weg verdichtet hat. Kurze Essays, Reflexionen und ausgewählte Podcast-Episoden.

Quellenenergie

Quellenenergie hält Fülle und Mangel

Es gibt eine Quellenenergie, die aus Freiheit kommt, und eine, die aus Mangel angetrieben wird. Der nicht angenommene Mangel ist der Graben zur Fülle — keine Optimierungsaufgabe, sondern eine verkörperte Rückbindung ans Leben.

Quellenenergie wird häufig mit Inspiration, Kreativität, innerer Kraft oder Sinn verbunden. Doch diese Sicht bleibt unvollständig, wenn sie den Mangel überspringt.

Viele Menschen erleben ihre Lebenskraft nicht zuerst als freie Quelle, sondern als gebundene Energie. Sie wird gebunden durch frühe Erfahrungen von Scham, Angst, Zweifel, emotionaler Abwesenheit, Leistungsdruck oder fehlender Resonanz.

Aus dieser Dynamik entstehen funktionale Lebensformen. Menschen leisten, gestalten, führen, entwickeln — von aussen kraftvoll, innerlich oft mit einer alten Not: nicht fallen, nicht brauchen, nicht zu viel sein.

Mir ist dabei wichtig zu sagen, dass die Dynamik auch mit Mangel ein schönes, wahres und gutes Leben ermöglichen kann. Die Konsequenzen zeigen sich jedoch im Körper und anderswo — alles ist ok, weil du ok bist und ich gleichzeitig auch.

Die entscheidende Unterscheidung lautet: Es gibt eine Quellenenergie, die aus Freiheit kommt, und eine, die aus Mangel angetrieben wird. Beide können kreativ wirken — doch sie unterscheiden sich in ihrer inneren Qualität.

Quellenarbeit beginnt nicht mit der Frage: «Wie komme ich endlich in meine Kraft?» Sondern mit der präziseren Frage: «Wo musste sich meine Kraft in Funktion verwandeln, weil Beziehung, Resonanz oder Vertrauen nicht verlässlich genug waren?»

Reife Quellenenergie ist nicht der Sprung aus dem Mangel. Sie ist die Fähigkeit, den Mangel so zu halten, dass Fülle nicht länger Flucht, sondern Antwort wird. Ich habe das aus tiefem Verlust und dem ruhiger werden dürfen als Erkenntnisgeschenk annehmen dürfen.

Selbstorganisation

Selbstorganisation braucht emotionales Reifen

Selbstorganisation setzt die Fähigkeit voraus, Unterschiede zu halten. Ein Unterschied wird zum Graben, wenn er als Bedrohung erlebt wird — und dann entstehen informelle Machtzentren, verdeckte Konflikte und Erschöpfung.

Selbstorganisation wird häufig strukturell verstanden: neue Rollenmodelle, weniger Hierarchien, Kreise, verteilte Entscheidungsbefugnisse. Diese Massnahmen können wichtig sein — doch sie greifen zu kurz, wenn die emotionale Dimension fehlt.

Denn Selbstorganisation setzt etwas voraus, das selten benannt wird: die Fähigkeit, Unterschiede zu halten. Ein Unterschied wird zum Graben, wenn er als Bedrohung erlebt wird. Dann entstehen Abwertung, Rückzug, verdeckte Konflikte und Machtspiele.

Selbstorganisation setzt voraus, dass Menschen Verantwortung übernehmen wollen und können. Doch Verantwortung braucht innere und äussere Sicherheit. Wer früh gelernt hat, dass Bedürftigkeit beschämt wird, überträgt alte Muster in neue Formen.

Dann wird Selbstorganisation zur Bühne alter Prägungen: Manche übernehmen zu viel Verantwortung, andere ziehen sich zurück, wieder andere nutzen Freiheit, um Kontrolle informell auszuüben.

Selbstorganisation braucht deshalb nicht weniger Führung, sondern eine andere Qualität: eine Führung, die Spannung als Information erkennt, Unterschiede sichtbar macht und ein Nein in Beziehung hält.

Die Frage lautet daher nicht: «Wie schaffen wir Hierarchie ab?» Sondern: «Wie kann eine partizipativere Governance mit den Herzqualitäten der Partizipationsdynamik Unterschiede auf integrale Art und Weise halten?»

Verletzlichkeit

Verletzlichkeit ist keine Inszenierung

Verletzlichkeit bedeutet, den inneren Zustand nicht sofort zu verlassen. Sie ist keine Technik und keine neue Performance — sie ist eine Wahrnehmungspraxis, die die Zugänge zu Wirklichkeiten erweitert, wo Konzepte nicht hinkommen.

Verletzlichkeit ist zu einem zentralen Begriff moderner Führungskultur geworden. Doch je häufiger der Begriff verwendet wird, desto grösser die Gefahr, dass er oberflächlich wird oder eine «neue Performance» befüllt.

Ein Mensch kann sehr offen sprechen und dennoch nicht verletzlich sein. Analyse kann eine Form von Schutz sein. Auch Sinngebung kann schützen. Selbst spirituelle Sprache kann den unmittelbaren Kontakt mit Scham oder Bedürftigkeit umgehen.

Verletzlichkeit bedeutet, den inneren Zustand nicht sofort zu verlassen. Das ist besonders anspruchsvoll für Menschen, die früh gelernt haben, sich über Funktion zu stabilisieren.

In solchen Biografien wird Verletzlichkeit nicht durch mehr Offenheit geheilt. Sie braucht nachträglich erlebte Verlässlichkeit: Ich darf da sein. Ich darf brauchen. Ich darf mich zeigen. Ich darf Nein sagen. Ich darf bleiben.

Ein besonders feiner Punkt liegt in der positiven Projektion. Kinder können auch durch Idealisierung verlassen werden. Wer als stark, begabt oder besonders gesehen wird, wird nicht unbedingt wirklich gesehen — das Bild ersetzt die Begegnung.

Verletzlichkeit ist kein Gegensatz zu Stärke. Sie ist die Bedingung fürs Reifen. Wer seine Verletzlichkeit integrieren kann, führt aus Kontakt statt aus Schutz.

Machergeist

Machergeist zwischen Kompensation und Reifen

Machergeist kann aus Fülle entstehen — oder aus Mangel. Unreifer Machergeist verwechselt Bewegung mit Selbstwert. Reifer Machergeist fragt: Aus welchem Zustand heraus handle ich? Und kann innehalten, ohne die Kraft zu verlieren.

Machergeist bezeichnet eine Kraft, die gestalten will — nicht nur denken, nicht in Analyse stehen bleiben, sondern etwas in die Welt bringen. In einer Zeit gesellschaftlicher und organisationaler Krisen ist diese Kraft unverzichtbar.

Doch Machergeist hat diverse Schattenseiten. Eine ist: Er kann aus Fülle entstehen — oder aus Mangel. Wenn Beziehung früh nicht verlässlich war, kann sich Lebenskraft in Funktion verwandeln: Ich bin wertvoll, wenn ich leiste.

Unreifer Machergeist verwechselt Bewegung mit Selbstwert. Er sucht neue Ideen, weil Ruhe schwer auszuhalten ist. Er erzeugt Bedeutung, weil Bedeutungslosigkeit alte Scham berührt.

Machergeist kann reifen, wenn keine Dynamik verurteilt wird. Der Übergang lautet: vom kompensierenden Machen zum verkörperten Handeln.

Verkörpertes Handeln fragt nicht nur: «Was muss ich tun?» Sondern: «Aus welchem Zustand heraus handle ich?» Es achtet auf den Unterschied zwischen Druck und Impuls, zwischen Mission und Richtung.

Kultivierter Machergeist kann innehalten ohne die Kraft zu verlieren, anerkennen ohne im Mangel zu versinken, handeln ohne sich selbst zu beweisen und Unterschiede halten ohne sofort neue Lösungen zu erzwingen. Das ist herausfordernd und bereichernd zugleich. Auch braucht es eine Ordnung, die dies er- und mitträgt, wie ich es bei Bodo Janssen und andernorts erfahren habe.

Reifen

Reifen als natürliche Fähigkeit, um Unterschiede zu halten

Der Graben ist nicht der Unterschied. Der Graben entsteht dort, wo ein Unterschied emotional nicht mehr gehalten werden kann. Reifen zeigt sich relational — in der Fähigkeit, Verschiedenheit in Beziehung zu halten statt in Spaltung.

Das Reifen wird oft als persönliches Wachstum verstanden: bewusster werden, Verantwortung übernehmen, innere Muster erkennen. Diese Perspektive ist wichtig — doch sie greift zu kurz, wenn das Reifen einzig individuell gedacht wird.

Das Reifen zeigt sich relational. Ein bedeutender Impuls: «Der Graben ist nicht der Unterschied. Der Graben entsteht dort, wo ein Unterschied emotional nicht mehr gehalten werden kann».

Unterschiede gehören zum Leben. Ohne Unterschied keine Beziehung, keine Spannung, keine Entwicklung. Problematisch wird Verschiedenheit erst, wenn sie als Bedrohung erlebt wird — dann wird aus Andersheit Gefahr, aus Spannung Feindbild.

Reifen bedeutet daher nicht, Unterschiede aufzulösen. Sie bedeutet, die emotionale, körperliche und kognitive Fähigkeit zu entwickeln, Unterschiede in Beziehung zu halten.

Reifen ist stets auch Schattenarbeit. Sie erlaubt Wut als Grenze, Trauer als Integration, Angst als Signal, Scham als Hinweis auf eine alte Beziehungswunde.

Reifendes Führen unterscheidet sich dadurch, dass ein mehr an Spannung gehalten wird, ohne zu reagieren, abzuwerten oder zu flüchten. Reifen heisst: Der Unterschied darf bleiben, ohne zum Graben zu werden.

Regionale Entwicklung

Regionale Entwicklung als Kultur des gehaltenen Unterschieds

Eine Region ist nicht nur ein Funktionsraum — sie ist ein Beziehungsraum. Regionale Gräben entstehen, wo Unterschiede emotional aufgeladen werden. Reife regionale Entwicklung arbeitet mit Gegensätzen.

Regionale Entwicklung wird häufig über ökonomische, infrastrukturelle und politische Kategorien betrachtet: Standortattraktivität, Innovation, Mobilität, Fachkräfte. Diese Dimensionen sind wichtig — doch sie erfassen nicht den ganzen Kern regionaler Lebendigkeit.

Eine Region ist nicht nur ein Funktionsraum. Sie ist ein Beziehungsraum. In Regionen verdichten sich Zugehörigkeit, Geschichte, Identität, Stolz, Kränkung, Rivalität und kollektive Emotionen.

Der Stadt-Land-Graben ist dafür ein gutes Beispiel. Er berührt Lebensgefühle, Anerkennung, Macht, Sichtbarkeit, Tempo, Sprache, Kultur und Selbstwert. Wer ihn nur technisch bearbeiten will, unterschätzt seine emotionale Tiefe.

Regionale Entwicklung braucht daher eine Kultur des gehaltenen Unterschieds, keine Brücke über die Tiefe. Reife regionale Entwicklung versucht nicht, Gegensätze zu glätten — sie schafft Räume, in denen sie produktiv werden.

Sportkultur kann als Lernfeld dienen: Ein Derby ist mehr als Unterhaltung. Es zeigt, wie man kämpft ohne zu hassen, gewinnt ohne zu demütigen, verliert ohne sich zu vernichten.

Regionale Entwicklung wird damit zu einer kulturellen Reifungsaufgabe. Sie fragt nicht nur: «Welche Projekte brauchen wir?» Sondern: «Welche Unterschiede müssen wir halten lernen, damit diese Region lebendig bleibt?»

Integrales Management

Integrales Management als Kunst, Wirklichkeit nicht zu verengen

Integrales Management beginnt mit einer Haltung: der Bereitschaft, Wirklichkeit in ihrer Mehrdimensionalität wahrzunehmen. Es verbindet Innen und Aussen, Individuum und Kollektiv, Quelle und Funktion — ohne Spannungen vorschnell aufzulösen, weil eine integrale Ordnung wirkt.

Integrales Management beginnt nicht mit einem Modell. Es beginnt mit einer Haltung: der Bereitschaft, Wirklichkeit in ihrer Mehrdimensionalität wahrzunehmen, statt sie auf eine einzige Perspektive zu reduzieren.

Organisationen sind nicht nur Strukturen, Prozesse oder Strategien. Sie sind zugleich soziale, emotionale, kulturelle und körperliche Systeme. Wer nur auf Kennzahlen schaut, übersieht Beziehung. Wer nur auf Beziehung schaut, übersieht Struktur.

Integrales Management verbindet die grossen Polaritäten: Innen und Aussen. Individuum und Kollektiv. Körper und Struktur. Mangel und Fülle. Quelle und Funktion. Verletzlichkeit und Wirksamkeit.

Viele Managementansätze scheitern nicht daran, dass sie falsch wären — sondern daran, dass sie einen Teil der Wirklichkeit ausblenden. Integrales Management lädt dazu ein, diese Verkürzungen zu vermeiden.

Ein zentraler Prüfstein ist der Umgang mit Unterschiedlichkeit. Das Problem entsteht nicht dort, wo Unterschiede sind — sondern wo sie nicht mehr gehalten werden können und zu Gräben werden.

Integrales Management ist kein Modell, sondern eine Praxis. Ihre Quellenpersonen bringen es in lebendige Formate: In Unternehmen, in Konferenzen oder in konkrete Impulse — damit Führungspersonen etwas Schönes, Wahres, Gutes und Vereinbartes erschaffen können.

Innerwork

Geschlecht ist viel mehr als eine biologische Kategorie

Was innen beginnt und gehalten wird, kann äusserlich sich zeigen. Das Integrale — jenseits von Polaritäten — öffnet einen Raum, in dem Unversöhnliches gehalten werden kann.

Was innen beginnt und gehalten wird, kann äusserlich sich zeigen. Diese Aussage findet sich in vielen Weisheitstraditionen — und wurde in diversen psychologischen Fachrichtungen beleuchtet.

Warum der Fokus auf Geschlecht? Weil das, was bei Daniel Kahneman in «Schnelles Denken. Langsames Denken.» über Voreingenommenheit anklingt, nicht über intuitiv gelerntes, schnell performantes Denken verändert wird. Es braucht das Langsame, Stille, Fühlende — Qualitäten, die traditionell dem Weiblichen zugetragen werden.

Nach diversen tiefen Retreats zur Regulation von Emotionen und Prägungen wurde mir das Geschenk gereicht, dass es diese Unterschiede als Trennlinie nicht gibt. Das Mentale gibt stets neue Gründe, warum das Etikettieren eine Dynamik annimmt — doch es bringt uns kollektiv nicht weiter.

Als ich begonnen habe, die ursprünglich den Geschlechtskategorien zugeschriebenen Qualitäten aus dem verwickelten Zustand ins Entwickelte zu bringen, wurde es leichter. Das ist keine Arbeit, die das Mentale macht, sondern das Integrale — jenseits von Polaritäten.

Im Dazwischen — in der Beziehung von Polen — entsteht die Möglichkeit, etwas zu versöhnen, das noch Sekunden zuvor unversöhnlich schien. Diese Arbeit braucht Mut, sichere Räume und Menschen, die das Talent besitzen, einem zurück zur Quelle von Leben zu führen.

Deshalb ist die Grundhaltung «Ich bin ok. Du bist ok.» so bedeutend — um die Anteile, die unbewusst «nicht ok sind», zu halten und aus dem inneren Gefängnis und dem Mangel zu befreien. Diese Befriedung ist die Kunst vom Verantworten — und bleibt stets freiwillig, weshalb das Würdigen und (aus)halten so wichtig ist.

Vielfalt

Leben ist vielfältig, Arbeit auch.

Menschen werden durch Vielfalt Menschen, weil sie lernen, Unterschiede zu lieben. Die Qualität der Gegenwart entscheidet, wie man im Sinne einer befriedenden «Menschwerdung» sich entwickeln darf.

Wenn ich etwas lebendig machen will, darf ich mich fragen, ob ich das, was nicht lebendig ist, wirklich verstanden habe. Wenn ich das Menschliche vermisse — habe ich das konstruktive neben dem schädlichen von Ordnung verstanden?

Menschen sind weder nur Potenzial noch nur Mangel. Menschen werden durch Vielfalt Menschen, weil sie lernen, Unterschiede zu lieben. Je grösser in der tiefsten Beziehung die Unterschiede sind, je grösser der Raum der Möglichkeit — die Gefahr sich zu verlieren und gleichzeitig sich zu entwickeln.

Die konventionellen Antworten auf Krisen — Akzeptanz, Optimismus, Zukunftsorientierung, Lösungsorientierung, Selbstwirksamkeit — wirken. Ob sie nachhaltig sind, wird das Leben beantworten. Und damit die Vielfalt.

Was ich durch Verlust, Scheitern, Erfolge und Präsenz in herzzerreissenden Momenten geschenkt bekommen habe, ist die Erkenntnis, dass es die Qualität der Gegenwart und des sich Beziehens ist, ob ich mir erlaube, mich im Sinne des «Menschen Werdens» zu entwickeln — aus einem verwickelten Zustand.

Die Vielfalt lässt sich durch Bücher besser verstehen, durch Kunst und Kultur berühren und durch das Erleben und Verantworten annehmen. Deshalb ist Vielfalt und die Begegnung so wichtig.

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Berufliches Engagement

Wo ich tätig bin.

Der Mensch

Neben allem, was ich tue,
bin ich vor allem Mensch.

Aufgewachsen in der Ostschweiz, mit Tessiner Wurzeln. Lichtensteig ist Wohn- und Wirkort — ein Ort, der mich geprägt hat wie ich ihn auch prägen durfte und mir ermöglichte Projektionen zurück zu nehmen.

Vater und Partner. Das sind die Rollen, die alles andere einordnen und verankern.

Natur, Körper und Bewegung sind für mich keine Ausgleichsprogramme — sie sind Teil des Denkens. Segeln, Tauchen, in der Stille sein. Das Meer hat mir viel beigebracht über Orientierung, Geduld und das Vertrauen in das, was sich nicht kontrollieren lässt: Das Lebendige.

Ich bin ein Mensch, der versucht, aus dem, was er erlebt hat, zu lernen und sich zu entwickeln — um relational zu reifen. Das ist ein lebenslanger Prozess in Demut, Dankbarkeit und vielfach in Stille.

Podcast

Episoden übers Entwickeln,
Reifen und Machergeist.

Keine vollständige Übersicht — das ist Sache von Machergeist. Hier: ausgewählte Episoden mit Bezug zu persönlichem Entwickeln, Reifen, Verantworten und Bewusstsein.

Quellenenergie

Eps16 – Bodo Janssen: Wachsamkeit, Schatten, Führen & Verantworten

Quellenenergie ist ein breites und tiefes Thema. In dieser Episode gehe ich mit Bodo Janssen auf den Weg in den Moment, auf Schatten, Führung und Verantworten ein.

Inspirativ daneben: Karin Lanz, Martin Permantier, Stephan Müller sowie das Reflexionsgespräch mit dem Host.

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Verantworten

Eps24 – Bigna Zehntner: Von Opfer-Themen zur Eigenverantwortung & Eigensinn

Ich spreche heute mehr von der Praxis im Verantworten, weil Menschen sich mit dem Nomen vor der nötigen Bewegung in einen gastgebenden Machergeist verstecken können — und das mit guten Absichten.

Bedeutend daneben: Bodo Janssen, Heiko Kolz, Mathias Müller und Oliver Haas.

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Reifen

Eps21a – Barbara Küchler: Die Ich-Entwicklung als Brille – Teil 1

Ein Wort, das Menschen auch stören oder gar triggern kann, öffnet aus einer natürlichen Sicht eine versöhnliche Perspektive — weil jede Frucht reift. So können auch wir Menschen reifen.

Interessant daneben: Eps21b mit Barbara Küchler, Stephan Müller, Martin Permantier, Gianfranco Salis und Bigna Zehntner.

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Machergeist

Eps26 – Karin Lanz, LANUR

Der Machergeist steht für Vielfalt, die eine ebensolche Breite und Tiefe in der Bewegung der Menschen erzeugt. Je mehr Breite und Tiefe, desto eher lernen Menschen, dass Unterschiede den Weg zur Quelle ebnen.

Besonders passend daneben: Bodo Janssen, Josef Stadler, Matthias Zwyssig, Christoph Battocletti und Marcel Widmer.

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Bewusstsein

Eps23 – Stephan Müller: Perspektiven auf Führen, Beraten und Managen aus dem Integralen

Alle Menschen sind so bewusst, wie sie es sich erlauben. Der bewusste Mensch führt über den Unbewussten — und das gilt auch für impulsive Führungskräfte.

Besonders passend daneben: Karin Lanz, Martin Permantier, Bodo Janssen, Barbara Küchler und das Reflexionsgespräch mit dem Host.

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Regionale Entwicklung

Eps1 – Reflexion der Regionalpolitik und -entwicklung

Je vielfältiger Akteure machen dürfen, desto stärker wird die Bewegung in einem regionalen Feld. Diese Episode öffnet den Blick auf Regionalpolitik, Angebots- und Nachfrageorientierung und auf reifes Machen.

Weitere passende Episoden: Mathias Müller, Summer of Pioneers in Lichtensteig, der Machergeist Talk über Wandel und Banken, Timo Meynhardt sowie Philipp Schneider.

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Alle Episoden — Projekte, Gespräche, Machergeist-Impulse

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Kontakt

Ein direkter
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