Neben zwei Qualitäten braucht es fünf Prinzipien

Wohlwollen verbindet und Liebe ist mehr als ein Softfaktor

Das fundamentale Gefühl für Kooperation und Vertrauen ist das Wohlwollen. Beziehungen sind Verbindungen, die auf Vertrauen aufbauen. Deshalb sollten sie immer zuerst aus(als) Freu(n)de betrachtet werden. Dies bedingt eine integre Haltung und Reflexion vom eigenen Verhalten. Dabei geht es nicht um das Händehalten im Kreis, sondern die radikale Selbstreflexion eigener Muster. Die Verbindung nimmt ab, wenn die eigenen und/oder kollektiven Muster und blinden Flecken nicht bewusst sind.

Bildquelle: Unsplash // Kooperation ist eine Reise. Dieses Bild zeigt dies.
Bildquelle: Unsplash // Kooperation ist eine Reise. Dieses Bild zeigt dies.

MACHEN stärkt das Vertrauensgefühl

Verantwortung ist die Währung für Engagement durch Machen. Wer nicht in der Lage ist in Führung zu gehen für sich selbst oder ein Kollektiv behindert das Engagement oder hat seine Rolle nicht geklärt. Das individuelle und kollektive Potenzial stockt und entfaltet sich nicht, weil Konflikte ungeklärt bleiben. Es gilt mit dem traditionellen Motto der Schweiz “Einer für Alle - Alle für Einen” zeitgemäss Menschen in passenden Rollen echt zu partizipieren und damit die gesetzliche Mündigkeit in eine volle Verantwortung weiter zu entwickeln. Das Beteiligtsein und echte mitwirken und machen, ist der Schlüssel um das Vertrauensgefühl zu stärken.

Foto von Sascha Erni // Macher*innen Tag in Lichtensteig beginnt mit dem Butterfly Check-in
Foto von Sascha Erni // Macher*innen Tag in Lichtensteig beginnt mit dem Butterfly Check-in

Bewusstsein ist die Kraft des 21. Jahrhunderts

Blinde Flecken haben einen Einfluss auf unser Verhalten. Im negativsten Szenario sind diese blinden Flecken so gross, dass sie trotz Einsicht nicht verändert werden. In diesem Fall sind unbewusste Muster am Werk. Diese sind solange eine Hürde bis sie bewusst werden. Damit stärkt sich Schritt für Schritt die Klarheit und Entwicklung wird möglich. Mangel oder Knappheit als Gefühl und Gedanke nimmt ab und Fülle wird bewusster und damit bedeutender im Leben und in der Organisation.


Ewigkeit ist die relevante Orientierung

Organisationen, die sich am lebendigen, höheren Zweck orientieren, akzeptieren das sie sich auf einer sinnvollen Reise befinden. Wie Lichtensteig, die ihr Selbstverständnis als “Mini.Stadt” (klein und mein) als diesen höheren Zweck festgelegt haben. Um dies zu tun, gilt es für die Menschen, die jeweils in Führung sind, das Ego, die Gewohnheit und persönliche Muster zu relativieren. Den betroffenen Menschen einer Entwicklung gilt es zu vertrauen, indem sie echt, offen und radikal transparent partizipieren können. Dies ermöglicht Kooperation und braucht neue Praktiken, die zwischen Chaos und Ordnung neue Möglichkeiten auftun.

Foto von Thomas Ghelfi am Werkstattseminar Art of Hosting
Foto von Thomas Ghelfi am Werkstattseminar Art of Hosting

Natur zeigt wie Regeneration und Resilienz geht

Die Evolution ist das Grösste was dieser Planet kennt. Dies gilt auch für Organisationen, die von Menschen erschaffen sind. Alles lebt solange wir es durch Ordnung und Kontrolle nicht ersticken. Und Wachstum ist solange etwas sinnvolles, wie die lebendigen Grenzen nicht so stark herausgefordert sind, dass Kipp-Effekte drohen. Denn das Lebendige kann Chaos und Kreativität mit Ordnung und Kontrolle ausbalancieren, wenn wir lernen die Sprache und Stärken jedes dieser vier Qualitäten anzunehmen. Mit dieser lebendigen Vielfalt tragen wir die Biologie und damit die Evolution zurück in die Wirtschaft. In der Biologie ist ein grenzenloses Wachstum ein Krebsgeschwür. Die Existenz dieser Tatsache kann als Markt oder Grenze betrachtet werden. Wenn wir regenerative Systeme wollen, gibt es nur eine Option: Die Natur des Planeten wird als Grenze akzeptiert.

Foto von Thomas Ghelfi am Werkstattseminar Art of Hosting
Foto von Thomas Ghelfi am Werkstattseminar Art of Hosting